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Heizen mit Holz

Holz ist ein CO2-neutraler Brennstoff: Wer mit Holz heizt, der führt nur soviel CO2 in den Naturkreislauf zurück, wie der Baum beim Wachsen aufgenommen hat. Mit Holz lässt sich nicht nur ein einfaches Kaminfeuer entfachen, sondern es eignet sich optimal als Brennstoff für moderne Heizungsanlagen.

Kaminöfen und Scheitholzkessel

Moderne Kaminöfen mit einer geschlossenen Brennkammer verzeichnen im Vergleich zum früher üblichen offenen Kamin deutlich geringere Energieverluste von oft nur 15-20 %. Sie eignen sich vor allem als kostensparende Ergänzung zur Zentralheizung.

Die Nachteile liegen im Arbeitsaufwand: Der Ofen muss manuell mit Holz bestückt und angefeuert werden. Und wegen der Aufstellung im Wohnraum muss ausgeschlossen werden, dass es zu nennenswerten Schadstoffemissionen in den Wohnräumen kommt.

Geringeren Arbeitsaufwand verspricht ein Holzvergaserkessel im Keller, der mit Scheitholz gefeuert wird. Die Bestückung läuft manuell oder automatisch. Durch eine automatische Regelung der Verbrennung erreichen solche Kessel Wirkungsgrade von über 90 %.

Kleinfeuerungsanlagen müssen strenge Grenzwerte für die Staub- und CO-Emission einhalten! (siehe Hinweise zur Bundesimmissionsschutzverordnung)

Holzpellets- und Hackschnitzelheizung

Damit heizen Sie genauso komfortabel wie mit einer Gas- oder Ölheizung. Die Regelung und Beschickung der Anlage läuft vollautomatisch. Bei einem optimal abgestimmten Brennvorgang erreichen Pelletheizungen einen Wirkungsgrad von 95 %. 

Bei modernen Anlagen sorgt Brennwerttechnik zudem dafür, dass die wertvolle Wärme aus der Abgasluft dem Heizsystem wieder zugeführt wird.

Holzpellets bestehen aus zerkleinerten Holzresten, die ohne Zusatzstoffe zu kleinen Presslingen verarbeitet werden. Pellets sollten nach DIN- oder EN-Norm zertifiziert sein. Minderwertige Pellets können gesundheitsschädliche Rückstände von Leimen, Lacken oder Kunststoffen aus Althölzern enthalten.

Bevorzugen Sie außerdem regionale Anbieter, um die Transportwege gering zu halten. Die Anlieferung ist unproblematisch: Ein Silowagen bläst das Material ins Lager. Voraussetzung ist ein Vorratsraum, in dem eine größere Menge Pellets trocken gelagert werden kann. Ist dafür kein Kellerraum vorhanden, dann lassen sich die Pellets auch in einem speziellen Silo oder einem Erdtank lagern. Für die Lagerung einer Pelletmenge, die dem Energiegehalt von 3 000 l Heizöl entspricht, benötigt man etwa 9-10 m3 Raum.

Hackschnitzel sind zerkleinertes, unverpresstes Holz. Sie eignen sich vor allem als Brennstoff für größere Heizanlagen, zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern, oder für Biomasseheizkraftwerke. Sie sind günstiger als Holzpellets, für die Lagerung einer Menge mit vergleichbarem Heizwert wird aber ein größerer Raum benötigt.

Informationen zu Holzbrennstoffen: www.carmen-ev.de

Pufferspeicher

Sowohl bei Scheitholzkesseln als auch bei einer Holzpelletsheizung benötigen Sie einen Pufferspeicher, der die überschüssige Wärme aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben kann. Auf diese Weise kann die Anlage immer bei optimalen Betriebsbedingungen arbeiten. Der Pufferspeicher ermöglicht zudem eine sinnvolle Kombination mit einer thermischen Solaranlage. 

Förderung

Für Biomasse- bzw. Holz-Heizanlagen gibt es sowohl Zuschussförderung als auch zinsgünstige Darlehen über verschiedene Förderprogramme. 

Tipps zum umweltfreundlichen Befeuern Ihres Kaminofens

  • Verwenden Sie nur naturbelassenes Holz oder daraus hergestellte Briketts (DIN 51731 und EN 14961-3).
  • Brennholz, das nicht ausreichend trocken ist, erzeugt nur geringe Temperaturen, bei denen die brennbaren Gase nicht vollständig verbrennen können. Die Folge ist eine höhere Schadstoff- und Staubemission.
  • Heizen Sie das Feuer von oben an. So treten weniger unverbrannte Gase aus.
  • Vermindern Sie die Luftzufuhr, sobald das Feuer entfacht ist.
  • Legen Sie jeweils kleine Holzmengen nach, und zwar erst kurz bevor die Flamme erlischt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Schornsteinfeger und unter: www.lfu.bayern.de

Holzbrennstoffe

© Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (KoNaRo) / Fuchs, www.konaro.bayern.de, www.fuchs-foto.de

Scheitholz

wird mit Säge und Axt zum Beispiel im Wald gewonnen.

Sägerestholz

fällt bei der Nutzholzproduktion in holzverarbeitenden Betrieben an. Es besteht aus großen, groben Stücken, aber auch aus feinem Material. Aus Sägemehl, Hobelspänen oder Schleifstaub entstehen Holzpellets bzw. -briketts. Das gröbere Material wird oft zu Hackschnitzel weiterverarbeitet.

Hackschnitzel

werden auch aus Schwach- bzw. Durchforstungsholz, das der Markt als Industrieholz nicht gewinnbringend vergütet, hergestellt.

Holzpellets

bestehen aus naturbelassenen trockenen Säge- und Hobelspänen, die verpresst werden. Die nicht ganz bleistiftstarken und etwa 2,5 cm kleinen Presslinge können in speziellen Einzelöfen oder Heizkesseln mit sehr gutem Wirkungsgrad verbrannt werden.